Aguado, Dionisio
(April 1784 in Madrid - 20. Dezember 1849 Madrid)
Dionisio Aguado erhielt seine musikalische Ausbildung in seinem Heimatland Spanien von einem Pater namens Basilio. Er begeisterte sich sehr schnell für das Instrument Gitarre, dem er sich spieltechnisch und kompositorisch bald voll und ganz widmete. Während seiner Kindheit vollzog sich eine ganz wesentliche Veränderung im Gitarrenbau. Die bis dahin in Spanien ausschließlich benutzte Barockgitarre mit 5 Doppelsaiten wurde allmählich abgelöst durch die Gitarre mit 6 Einzelsaiten. Das hatte natürlich Auswirkungen sowohl auf die Gitarrennotation, als auch auf die Spielweise des quasi neuen Instrumentes. Neben seiner eigenen Entwicklung als Musiker und Gitarrist widmete er sich intensiv dieser Umstellung auch als Gitarrenlehrer und später im Alter von 59 Jahren als Herausgeber einer Gitarrenschule, der "Nuovo Méthodo para guitarra", welche 1843 erstmals in Madrid erschien. Mit 38 Jahren verließ er sein Landgut in der Nähe von Aranjuez, um die nächsten Jahre seines Lebens in Paris, dem musikalischen Zentrum seiner Zeit zu verbringen. Zu diesem Zeitpunkt lebte auch sein Landsmann Fernando Sor noch in Paris, welcher sich als Gitarrist und Komponist dort bereits einen Namen gemacht hatte. Schnell verband die beiden eine enge Freundschaft, welche auch durch ihre unterschiedliche Einstellung in der Frage: Nagel- oder Kuppenanschlag nicht getrübt wurde. Während Sor einige Jahre später nach London weiterzog, kehrte Aguado 1838 zurück in seine Heimat, in der er 1849 auch starb.
Andantino a-moll
Etuede Nr.1
Etuede Nr.2
(aus Aguados Gitarrenschule: Methodo de Guitarra Bd.1)
Bei dieser Edition handelt es sich um die komplette Fassung, einem Thema aus geschlossenen 3-stimmigen Akkorden und einer Variation dieses Themas bei dem das Thema lediglich in zerlegten Akkorden wiederholt wird.
Vom Schwierigkeitsgrad ordnet sich das Stück bei den mittel schweren Anfängerstücken ein (wie immer ist das abhängig vom methodischen Vorgehen im Unterricht). Den Fingersatz habe ich im Vergleich zu den gängigen Fassungen etwas abgeändert, was man als Anregung verstehen mag über mögliche Alternativen nachzudenken.
Dieses mal gibt es dazu eine MP3-Fassung (230 kb) anstatt der hier sonst üblichen Midi-Datei.
Etuede Nr.3
Etuede Nr.4